Los geht's! - Praxishandreichung für den deutsch-russischen Jugend- und Schulaustausch

Unterstützung und Beratung für Träger des beruflichen Austausches 

  • Jugendliche mit Interesse an einem Auslandsaufenthalt können in Deutschland ein weitgefächertes Beratungsangebot nutzen. Das ist ausgesprochen positiv zu bewerten. Aber werden auch alle erreicht?

    In der Öffentlichkeit, in Schulen und Unternehmen ist noch unzureichend bekannt, dass es auch im Zusammenhang mit einer Berufsausbildung möglich ist, Erfahrungen im europäischen oder außereuropäischen Ausland zu sammeln. Es ist eine Chance, vielfältige Zugänge zur jugendlichen Zielgruppe zusammenzuführen. Deshalb kooperiert die Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS) mit der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und anderen Organisationen in den Arbeitsfeldern internationale Jugendarbeit und Schulaustausch. Schließlich ist entscheidend, dass Auszubildende und Berufsfachschülerinnen und Berufsfachschüler selbst erkennen, welche persönliche Relevanz berufsbezogene Auslandserfahrung für sie hat – und wie ein Auslandsaufenthalt im „normalen“ Ausbildungsgeschehen stattfinden kann.

  • Mit der IBS: Programme und gute Praxis im Überblick

    Die IBS richtet ihre Angebote an Jugendliche, Ausbildungspersonal, Berufsbildungseinrichtungen und Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren. Als zentrale Servicestelle arbeitet sie im Auftrag und mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Webseite www.go-ibs.de bündelt und veranschaulicht Informationen, die bei Planung und Durchführung der Auslandsaktivitäten helfen. Authentische Erfahrungsberichte als Video- oder Fotostorys ermutigen zum Schritt ins Ausland. Mehr als 70 Programme und Finanzierungshilfen können in der IBS-Auslandsdatenbank recherchiert und berufsbezogen verglichen werden. Ergänzt wird dieses Online-Angebot durch eine Beraterlandkarte für die Suche nach regionalen Ansprechpersonen. Auch eine Telefon-Hotline zur persönlichen Erstberatung ist geschaltet.

  • Neue Fördermöglichkeiten für Russland-Aufenthalte mit Ausbildung Weltweit

    Nach einer Pilotphase bietet das Bundesprogramm AusbildungWeltweit nun seit November 2018 neue Perspektiven für ausbildungsbezogene Lernaufenthalte in der Russischen Föderation. Diese Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt weltweite Auslandsaufenthalte während der Berufsausbildung. Im ausländischen Betrieb können Auszubildende, Ausbilderinnen und Ausbilder internationale Berufskompetenz erwerben, neue Erfahrungen für die Ausbildung sammeln und sich persönlich weiterentwickeln. Bisher hatten rund 750 angehende Fachkräfte Gelegenheit, in 40 Ländern internationale Kompetenzen für ihren Beruf und ihre Branche zu erwerben. Gefördert werden praxisorientierte Lernaufenthalte mit einer Dauer von mindestens drei Wochen. Antragsberechtigt sind zur Zeit ausbildende Unternehmen, Kammern und anderen nicht-schulischen Einrichtungen der Berufsbildung. Eine enge Kooperation der beiden Lernorte Betrieb und berufliche Schule ist auch im Zusammenhang mit internationalen Ausbildungsmaßnahmen gewinnbringend. Es können Reisekosten, Aufenthaltskosten, Vor- und Nachbereitung sowie Organisationsaufwand bezuschusst werden. Für Menschen mit Behinderung gibt es zusätzliche Fördermöglichkeiten.

Weiterführende Informationen zur Berechnung der Zuschüsse, zur Antragstellung sowie Ansprechpersonen für eine persönliche Beratung finden Sie unter www.ausbildung-weltweit.de