70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges: Jugendaustausch –Verständigung – gemeinsame Zukunft

Themenjahre im deutsch-russischen Jugend- und Schüleraustausch

Vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Bis heute spielt die Erinnerung an diesen Krieg in Deutschland und Russland eine zentrale Rolle: Sie mahnt uns, uns auch zukünftig für Frieden und Verständigung einzusetzen. Hier liegen Chancen im deutsch-russischen Jugend- und Schüleraustausch: Er ermöglicht Begegnung und Dialog zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern.

Erstmalig finden in den Jahren 2015/16 Themenjahre im deutsch-russischen Jugend- und Schüleraustausch statt. Unter dem Titel "70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges: Jugendaustausch – Verständigung – gemeinsame Zukunft" wollen die Themenjahre die Auseinandersetzung mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ins Zentrum rücken. 

Ziel der Themenjahre, die unter Schirmherrschaft der Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und des Bildungsministers der Russischen Föderation Dmitrij Liwanow stattfinden, ist es, Akteure des Austauschs zu einer stärkeren inhaltlichen Zusammenarbeit anzuregen und zu ermutigen, bei Jugendbegegnungen historische Themen aufzugreifen. 

An den Themenjahren beteiligen sich über 70 außerschulische und schulische Träger, sowie lokale und überregionale Organisationen aus Deutschland und Russland. Neben Institutionen, die im Rahmen der Themenjahre erst eine Projektidee entwickeln wollen oder einen passenden Projektpartner suchen, sind auch zahlreiche Partnerorganisationen vertreten. So wollen beispielsweise die Partner Eine Welt e.V. Leipzig und Eine Welt Samara sowie die Realschule Munster mit ihrer Partnerschule Nr. 7 aus Mitschurinsk die Themenjahre zur Intensivierung ihrer inhaltlichen Zusammenarbeit nutzen. 

Begleitet werden die Themenjahre durch eine Veranstaltungsreihe bestehend aus jeweils zwei Konferenzen und Fortbildungsseminaren. Die Auftaktkonferenz fand vom 4.-8. Juni in Moskau statt. Vom 24.-28. August fand in Schönbrunn bei München ein bilaterales Methodenseminar unter dem Thema "Zugänge entwickeln - Geschichten erzählen - gemeinsame Erinnerung ermöglichen!" statt.

Die Themenjahre sind eine gemeinsame Initiative der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und des russischen Koordinierungsbüros für den Jugendaustausch mit Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch dem Schüler- und Jugendaustausch zwischen Deutschland und Russland kräftige Impulse gegeben und über 100.000 Jugendliche, Lehr- und Fachkräfte aus Deutschland und Russland in Berührung mit dem jeweils anderen Land, seinen Menschen, seiner Sprache und seiner Kultur gebracht. Die Stiftung wurde als zentrales Koordinierungsbüro für den Jugend- und Schüleraustausch mit Russland vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Freien und Hansestadt Hamburg auf staatlicher und der Robert Bosch Stiftung und den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft des BDI auf privater Seite gegründet.

Foto: MitOst Hamburg


Kontakt

Benjamin Holm

Referent Außerschulischer Austausch

benjamin.holm@stiftung-drja.de
Fon 040/8788679-14

Darya Bashmakova

Bundesfreiwillige im Programm "Kultur und Bildung"
darya.bashmakova@stiftung-drja.de
Fon 040/8788679-27