Beruflicher Jugendaustausch zwischen Deutschland und Russland

Akteure planen gemeinsame Projekte

Mehr Auszubildende in den Austausch! Das wünscht sich die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch. Ein erster Schritt zur Erreichung dieses Ziels war die „Bilaterale Projektschmiede Beruflicher Austausch“, die vom 10. bis zum 13. November 2015 in Moskau stattgefunden hat. Sie brachte 40 Fachkräfte der beruflichen Bildung aus der gesamten Russischen Föderation und dem ganzen Bundesgebiet aus den Bereichen Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und KFZ-Mechatronik in einer Veranstaltung zusammen.

Vertreter von Berufsschulen, Innungen, Handwerkskammern und anderen Akteuren der beruflichen Bildung diskutierten, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten konkrete Projektideen. Dabei wurden die Themen des Austausches und die Diskussionen der Projekterarbeitung nicht vorgegeben, sondern in Kleingruppen selbst bestimmt und bearbeitet. Hierdurch wurde ein Maximum an Austausch und Eigeninitiative möglich, so dass die Teilnehmenden viele Kontakte knüpfen konnten und die Themen, Probleme und Vorschläge, die Ihnen wichtig waren mit denen besprechen konnten, die sich ebenfalls dafür interessierten. Als ein Ergebnis dieser Kleingruppen seien hier folgende Beispiele genannt: Mit dem Projekt „Experten ohne Grenzen“ planen Akteure aus Düsseldorf und Moers einen Fachkräfteaustausch mit Partnern in Krasnojarsk und Tutajew. Die Oskar-von-Miller-Schule Kassel möchte mit einer beruflichen Schule in Jaroslawl Hospitationen von Lehrerinnen und Lehrern an der jeweiligen Partnerschule organisieren. Das Berliner Ausbildungszentrum SHK ist einer von vier deutschen Partnern, die mit drei russischen Partnern einen Austausch von Fachkräften in 2016 planen: "4plus3" lautet der treffende Projekttitel.

Die Projektschmiede war ein Prototyp als Veranstaltungsformat, um Träger der beruflichen Bildung und damit Auszubildende stärker in den Jugendaustausch einzubeziehen. Eine Veranstaltung mit diesem Format hatte es im internationalen Kontext bisher nicht gegeben. Der erfolgreiche Verlauf der Veranstaltung belegt den richtigen Ansatz des Veranstaltungsformates. Deshalb wird die Stiftung die Projektschmieden fortsetzen und 2017 eine Veranstaltungsreihe  in diesem Format starten, mit jeweils neuen Schwerpunkten, wie beispielsweise Logistik und Maschinenbau. Hierdurch sollen gezielt Kooperationen und Partnerschaften zwischen Trägern der beruflichen Bildung in Deutschland und Russland entstehen, die es Jugendlichen ermöglichen, im Rahmen ihrer Ausbildung Erfahrungen im jeweils anderen Land zu sammeln.

 

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Thomas Hoffmann

Geschäftsführer
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