Publikationsreihe "Russisch im Kontext - Impulse für den Unterricht"

Wie kann ein moderner Russischunterricht aussehen, der mehr ist als Vokabellernen und Grammatikpauken? Aus dieser Frage ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung DRJA und der Bundzentrale für politische Bildung (BpB) entstanden. 

Russland wurde in Europa lange Zeit aus einer verklärten Perspektive betrachtet. Kulturelle Narrative und historische Mythen verdeckten dabei oft den Blick auf imperiale Kontinuitäten und autoritäre Entwicklungen. Besonders in den vergangenen Jahrzehnten hat diese Wahrnehmung dazu beigetragen, politische Realitäten in Russland zu unterschätzen.

Der Angriff auf die Ukraine hat deutlich gemacht, dass ein Umdenken dringend notwendig ist. Auch in Bezug auf das Bildungssystem. Im Lehrplan deutscher Schulen spielen Russland und der postsowjetische Raum bisher eine untergeordnete Rolle. Der Russischunterricht zeichnet sich vor allem dadurch aus, Interesse für Sprache und Kultur zu wecken und hat dabei (selten) Kapazitäten die politischen Entwicklungen in Russland kritisch zu hinterfragen.

Vor diesem Hintergrund haben die BpB und die Stiftung DRJA Material für den Unterricht entwickelt, das dem entgegenwirkt. Die Reihe „Russisch im Kontext - Impulse für den Unterricht“ bietet vielfältige Zugänge zu neuen Perspektiven auf Russland und den postsowjetischen Raum. Themen wie russischer Imperialismus, sowjetische Nationalitätenpolitik, der Kampf um nationale Selbstbestimmung mit Fokus auf die Ukraine, ethnische Vielfalt sowie russische Propaganda und Desinformation stehen dabei im Mittelpunkt.
 

Heft 1: 
Sprache und Macht. Imperiale Kontinuitäten in Russland

Dieses Heft gibt Einblicke in Russlands imperiale Geschichte und untersucht, inwiefern die Politik im heutigen Russland an diese Vergangenheit anknüpft und welche Rolle dabei das Konzept der „Russki Mir“ spielt. Ein Fokus liegt dabei auf der russischen Sprache als Machtinstrument und als umstrittenes kulturelles Erbe. Am Beispiel Georgiens werden die Mechanismen und Folgen russischer politischer Einflussnahme veranschaulicht. 

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Heft 2: 
Facetten nationaler Identität. Die Ukraine

Dieses Heft zeigt, wie die Ukraine ihre nationale Identität und kulturelle ihre nationale Identität und kulturelle Vielfalt trotz massiver Einflussnahme Russlands bewahrt und stärkt. Es bietet Einblicke in Geschichtspolitik, Sprachenvielfalt und Musik als Ausdruck eines freien und unabhängigen Landes.

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Heft 3: 
Diversität unter Druck. Ethnische und sprachliche Vielfalt in Russland

Dieses Heft veranschaulicht die ethnische und sprachliche Vielfalt in Russland. Es zeigt, wie der autoritäre Staat Sprachpolitik einsetzt, um kulturelle Vielfalt zu unterdrücken und russische Dominanz durchzusetzen. Zugleich wird die Kreativität indigener Gruppen hervorgehoben, die für ihre Sprache und Identität einstehen. 

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Heft 4: 
Entlarvt. Wie russische Propaganda Tatsachen verzerrt

Dieses Heft setzt sich mit den Gefahren gezielter Manipulationen von Tatsachen auseinander. Es zeigt, wie der russische Staat Propaganda und Desinformation in der Geschichts- und Erinnerungspolitik einsetzt, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen. 

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Heft 5: 
Manipulation im Netz. Kanäle russischer Desinformation

Das Heft zeigt, wie (pro)russische Akteure und Akteurinnen soziale Netzwerke nutzen, um gezielt falsche und irreführende Informationen zu erzeugen und zu verbreiten. Es macht auf die Folgen solcher Desinformationskampagnen aufmerksam und fördert die Entwicklung eines kritischen Bewusstseins für mediale Manipulation.

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Ansprechpartner

Meike Köhler

Referatsleiterin
meike.koehler@stiftung-drja.de
Fon 040/8788679-12