12. Deutsch-Russisches Jugendparlament  beendet

Verabschiedung der Abschlusserklärung

Foto: Jan Zaiser

"Geflüchtete und Gastarbejtery" – das war der Titel des 12. Deutsch-Russischen Jugendparlaments, das am Donnerstag (17.11.) offiziell beendet wurde. Dabei kamen engagierte Jugendliche aus beiden Ländern zusammen, um gemeinsam Lösungsvorschläge für die aktuellen Herausforderungen durch Flucht und Migration zu entwickeln. Und natürlich auch deutsch-russische Völkerverständigung zu betreiben.


50 Jugendliche aus Deutschland und Russland durchliefen über vier Tage eine Parlamentssimulation mit Fraktionssitzungen, Expertenanhörungen, Ausschussarbeit und am Ende einer großen Plenarsitzung, auf der die Ergebnisse vorgestellt und intensiv debattiert wurden.

Die Abschlusserklärung des 12. Deutsch-Russischen Jugendparlaments wurde trotz hitziger Diskussionen, Wortklaubereien und einiger sprachlicher Hürden, mit beachtlichem Konsens verabschiedet. Beispielsweise wurde man darin einig, dass es keine Obergrenze für die Aufnahme von Geflüchteten aus Kriegsgebieten geben soll. Ebenfalls erkannten die Teilnehmenden an, dass Einwanderung für unsere Gesellschaften eine Notwendigkeit darstellt. 

Ausrichter der Veranstaltung ist die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendrat der Russischen Föderation. Anlässlich des deutsch-russischen Jahres des Jugendaustauschs, das unter Schirmherrschaft der Außenminister Deutschlands und Russlands steht, fand das Jugendparlament erstmals in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt statt. 

Foto: Jan Zaiser

Bei der Eröffnung des Jugendparlaments am 14. November im Auswärtigen Amt betonte der Osteuropa-Beauftrage Andreas Peschke, dass in Zeiten, in denen die Risse auf politischer Ebene zwischen dem Westen und Russland unübersehbar und tief sind, es umso mehr auf den Draht zwischen den Menschen ankomme. „Wir müssen der drohenden Entfremdung unserer Gesellschaften entgegenwirken. Auch dazu dient das Jugendparlament.“ 

Ziel des Jugendparlaments ist es, den zivilgesellschaftlichen Austausch zu fördern sowie neue Kooperationen und Projekte zwischen den Teilnehmenden und den von ihnen vertretenen Organisationen anzuregen. Zur Unterstützung dieses Anliegens fanden in der Woche auch Workshops zum Thema Austausch sowie Gespräche mit Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu und mit dem Russischen Botschafter Wladimir Grinin statt. 

Am Freitag (18.11.) reisten die deutschen und russischen Teilnehmenden wieder zurück in ihre Heimatstädte – hoffentlich zahlreiche neue Freundschaften zu ihren Parlamentskollegen im Gepäck. 

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Kontakt

Katrin Haft

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
katrin.haft@stiftung-drja.de
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Abschlusserklärung

Beitrag ARD-Nachtmagazin