ndaustauschjahr ist beendet

Außenminister Sergej Lawrow und Staatssekretär Ederer  würdigen das Engagement im Jugendaustausch

Foto: Bettina Außerhofer

Mit einem Festakt ist am Donnerstag (13. Juli) das Deutsch-Russische Jahr des Jugendaustausches in Berlin zu Ende gegangen. Unter den 400 Gästen der Veranstaltung im Auswärtigen Amt waren neben 350 Jugendlichen und Multiplikatoren auch der russische Außenminister Sergej Lawrow, der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Dr. Markus Ederer, der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, und der Leiter der Föderalen Agentur für Jugendangelegenheiten der Russischen Föderation, Alexander Bugajew. Sie nutzten die Gelegenheit, den zahlreichen Akteuren des Austauschs für ihr Engagement zu danken und Bilanz zu ziehen.

"Mit eigenen Ideen und mit konkreten Projekten haben sie dieses Austauschjahr lebendig werden lassen und sind mit Offenheit aufeinander zugegangen", zeigte sich Dr. Markus Ederer von den Jugendlichen beeindruckt. Durch diese Verständigung könne Vertrauen wachsen oder wieder aufgebaut werden, dort wo es verloren gegangen ist. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow machte in seiner Rede deutlich, dass die Investition in die Jugend der Garant dafür sei, dass sich die dunklen Kapitel der Vergangenheit nicht wiederholten. Es gäbe keine Alternative zu guten deutsch-russischen Beziehungen. Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek betonte in seinem Grußwort: „Vor dem Hintergrund unserer Geschichte wissen wir: Austausch ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Leistung, ein Geschenk der Versöhnung und Auftrag für die Zukunft."

Auch bei der musikalischen Ausgestaltung des Festaktes konnte auf die Unterstützung von Akteuren im deutsch-russischen Jugendaustausch zurück gegriffen werden. So traten einige Mitglieder des "Voices-Chores", einem von der Stiftung geförderten, deutsch-russisch-ukrainischen Projekt von MitOst Hamburg mit zwei Liedern auf. Den fulminanten Abschluss des Festaktes bildeten die Beatboxer "Razzons", die über Berlin Massiv e.V. aktiv sind. 

Bilanz des Jugendaustauschjahres

Offiziell eröffnet wurde das Austauschjahr im Juli 2016 anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und ihrer Partnerorganisation, dem Russischen Nationalen Koordinierungsbüro für den Jugendaustausch mit der Bundesrepublik. 
In einer Zeit, in der die Begegnungen von Jugendlichen unter erschwerten Bedingungen erfolgen, stellte die Vereinbarung über das Jahr des Jugendaustausches eine wichtige Unterstützung und ein Zeichen der Wertschätzung für alle Akteure dar. Damit wurde ein starkes politisches Signal sowohl für den Jugendaustausch als auch für die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ausgesandt.

Zusätzlich dazu konnten die Ideen und Vorhaben der Austauschinitiativen durch eine Reihe von Begleitmaßnahmen der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch unterstützt werden. Im Ergebnis stieg in 2017 das Interesse an der Durchführung eines Jugendaustauschs mit Russland deutlich an, was sich in der Anzahl an Förderanträgen bei der Stiftung DRJA widerspiegelte. Aufgrund der eindeutig positiven Effekte des Deutsch-Russischen Jahres des Jugendaustauschs wird die Jugendzusammenarbeit im anschließenden „Deutsch-Russischen Jahr der regionalen Zusammenarbeit“ wieder eine zentrale Rolle spielen. 

Teilen