Jahr des Jugendaustauschs der deutsch-russischen Städtepartnerschaften

Themenjahr 2022

Am 1. Juli 2021 ging das 4. Jugendforum der Städtepartnerschaften in Kaluga zu Ende. Zuvor stellten die Teilnehmenden  die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der 16. Deutsch-Russischen Städtepartnerschaftskonferenz, die ebenfalls in Kaluga stattfand, vor. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, und Dina Sokolowa, Leiterin des Russischen Koordinierungsbüros, nahmen dies zum Anlass, um für 2022 das „Jahr des Jugendaustauschs der deutsch-russischen Städtepartnerschaften“ anzukündigen.

Bereiche der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit wie Städtepartnerschaften oder Jugendaustausch haben in politisch angespannten Zeiten eine noch größere Bedeutung als sonst. Beides miteinander zu verbinden, d.h. schulischen, außerschulischen und beruflichen Jugendaustausch zwischen Partnerstädten auszubauen und zu intensivieren und damit Städtepartnerschaften zu stärken – das ist das Ziel des Themenjahres 2022.   

 Das Jugendforum der Städtepartnerschaften fand vom 23. Juni bis 1. Juli in Moskau und Kaluga zum Thema „Digitalisierung als Chance für die Zusammenarbeit“ im Hybridformat statt. Jugendliche aus 9 Städtepartnerschaften nahmen an dem Forum teill: Wladimir/Erlangen und Jena; Nischni Nowgorod/Essen; St. Petersburg/Hamburg; Perm/Duisburg; Twer/Osnabrück; Kaliningrad/Bonn; Gatschina/Ettlingen; Ufa/Halle, Krasnodar/Karlsruhe.

Auf die Bedeutung sowohl des Jugendaustauschs als auch von Städtepartnerschaften verwies die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, zu Beginn des Jugendforums: „Jugendaustausch und Städtepartnerschaft. Das sind zwei zentrale Schwerpunkte des Deutschlandjahrs in Russland. Heute kommt beides zusammen. Und das ist kein Zufall. Denn bei beidem geht um die großen Zukunftsfragen. Es geht um Klimaschutz, um Digitalisierung, um Nachhaltigkeit. Städtepartnerschaft im 21. Jahrhundert, das ist urban diplomacy. Es geht darum, dass Städte untereinander Erfahrungen austauschen und voneinander lernen.“

Der Sonderbeauftragte für internationale kulturelle Zusammenarbeit des russischen Präsidenten, Michail Schwydkoj, unterstrich, dass der persönliche Austausch auch in Zukunft wichtiger denn je wird:
"Trotz aller Schwierigkeiten mit der Pandemie-Situation haben Sie sich zusammengefunden, und ich denke, das ist ein gutes Zeichen. (…) Die Digitalisierung ist heute ein Teil des städtischen Lebens geworden, über das Sie sprechen werden, und ein sehr wichtiger Teil der Wirtschaft und generell der globalen Welt, denn viele Prozesse finden heute online statt, aber tatsächlich kann nichts die lebendige menschliche Kommunikation ersetzen. (…) Mein Rat an Sie ist, sich von Zeit zu Zeit und so oft wie möglich abseits der Technik in die Augen zu schauen, das hilft ungemein. Damit beide Menschen und Nationen einander besser verstehen und erkennen, dass sie gemeinsame und wichtige Ziele und Aufgaben vor sich haben".

Während des 9 Tage dauernden Jugendforums machten sich die Teilnehmenden mit den Zielen der bilateralen Jugendzusammenarbeit vertraut, bildeten sich in Workshops zu Themen wie "Möglichkeiten und Methoden der digitalen Zusammenarbeit", "Digitalisierung der Stadt", "Digitalisierung des Jugendaustausches", "Digitalisierungsmöglichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit", "Finanzierungsmöglichkeiten" weiter und trafen sich mit Experten im Bereich der russisch-deutschen regional-kommunalen Partnerschaft.

Während des Jugendforums wurden folgende Projektideen von Teams ausgearbeitet:

- Erstellung eines Podcasts über die Entwicklung der Städtepartnerschaft Ufa/Halle; 
- Internet-Quiz zum Kennenlernen der Partnerschaft Twer/Osnabrück anlässlich des 30jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen beiden Städten; 
- Trilaterales Jugendprojekt „Youth Konference“ der Partnerstädte Krasnodar, Karlsruhe und Nancy;
- Exkursionsroute für junge Leute (Wladimir / Erlangen und Jena)
- ein Festival der Straßenkunst, junger Künstler und Stadtbewohnern in den Partnerstädten Nishnij Novgorod und Essen;
- Online-Diskussionsplattform "Neue Brücken verbinden alte Städte" für die Städtepartnerschaft Bonn - Kaliningrad
- Radtour für Jugendliche aus Gatchina und Ettlingen;
- Umweltprojekten zwischen St. Petersburg und Hamburg;
- Online-Projekt zur Förderung der Freiwilligenarbeit von jungen Menschen der Partnerstädte Perm und Duisburg.

Weitere Informationen zum „Jahr des Jugendaustauschs der deutsch-russischen Städtepartnerschaften“ finden Sie in Kürze auf der Website.

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