Deutsch-Russisches Festival "Wir-Мир" 

250 Jugendliche machten Jugendaustausch erlebbar

Foto: Bettina Außerhofer

Vom 13. bis 16. Juli 2017 fanden in Berlin die Abschlussveranstaltungen zum Deutsch-Russischen Jahr des Jugendaustausch 2016/2017 statt. Nach einem offiziellen Festakt im Auswärtigen Amt fand am 14. und 15. Juli unter dem Titel „Wir-Мир“ ein zweitägiges deutsch-russisches Festival des Jugendaustausches statt, das inhaltlich maßgeblich von deutsch-russischen Austauschgruppen gestaltet wurde.

Für jeden war etwas dabei. Zwei Tage lang konnte erlebt werden, was deutsch-russischer Jugendaustausch bedeutet. Die Programmpunkte waren genau so vielfältig wie der Austausch selbst. 
Los ging es am 14. Juli mit einem bunten Mitmach-Tag.  Neun Austauschgruppen mit über 200 Jugendlichen aus Deutschland und Russland machten an drei verschiedenen Orten in Berlin Austauschprojekte erlebbar. Eröffnet wurde das Festival im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur mit Auftritten der Tanzbrücke Hamburg e.V. und ihres russischen Partners, dem inklusiven jakutischen Theater "Prinz", sowie der HipHop-Connection Berlin-Moskau. Ebenfalls im Russischen Haus fand die Aufführung "Projekt Zwischenraum" des Theaterlabors der Theodor-Heuss-Schule Offenbach statt, bei dem sich junge Migrantinnen und Migranten mit Flucht, Jugend, Grenzen, Heimat, Toleranz und Fremde auseinandersetzen.

Anschließend ging es auf dem Tempelhofer Feld weiter, wo die Austauschgruppen von Jugend aktiv e.V. Heinsberg, dem Stadtjugendring Siegen e.V. und vom Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus gemeinsam mit ihren russischen Partnern zu sportlichen Aktivitäten einluden. Die Jugendlichen konnten sich am russischen Wurfspiel "Gorodki" und an Ultimate Frisbee ausprobieren und anschließend mit kulinarischen Spezialitäten vom Grill stärken.

Technisch und experimentell wurde es zum Schluss in der Feuerwache Wedding. Beim Feuerwehr-Parcours der Jugendfeuerwehr Sparrieshoop-Offenseth und der Kadettenschule Petrovo konnten Zielsicherheit und Geschicklichkeit erprobt werden. Das Gymnasium Höchstadt a.d.Aisch lies hingegen mit dem Start selbstgebauter Raketen die Herzen von Technikfans schneller schlagen.

Foto: Bettina Außerhofer

Im Zentrum des zweiten Festivaltages stand das BarCamp „Jugend im Austausch“. Die Teilnehmenden bestimmten im Vorfeld und zu Beginn der Veranstaltung die Themen selbst, über die sie sprechen wollten. Entsprechend war der Sessionplan gut bestückt: Die Angebote reichten von Theater- und Tanzangeboten, über Workshops zu Fundraisung, Projektmanagement und Social Media bis hin zu Graffiti sprayen und Fotoleinen basteln. 
Bei einer Fishbowl-Diskussion zur Zukunft der deutsch-russischen (Jugend-)Beziehungen stand die Frage "Gemeinsam oder jeder für sich?" im Fokus, die von deutschen und russischen Fachkräften der Jugendpolitik mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Ute Finckh-Krämer und dem russischen Botschaftsattaché Daniil Bisslinger sowie interessierten Teilnehmenden diskutiert wurde. 
Die Jugendlichen und Multiplikatoren beteiligten sich aktiv an den vielfältigen Sessions, Workshops und Diskussionen im Rahmen des Barcamps. Sie erhielten dabei nicht nur eine große Vielfalt an inhaltlichen und methodischen Anregungen, sondern nutzten die Gelegenheit, um sich zu vernetzen und auszutauschen.

Ein besonderes Highlight gab es nochmal zum Abschluss des Festivals: zur Abschlussparty traten die Bands Libell, Bratja Grimm, Funky Monkey sowie die Hip Hop Connection Berlin-Moskau auf und sorgten für ausgelassene Stimmung beim mittanzen und mitsingen. 


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